Blattläuse, Mehltau, gelbe Blätter – jeder Gärtner kennt diese Probleme. Die gute Nachricht: Bei den häufigsten Problemen helfen oft einfache Hausmittel, bevor man zur chemischen Keule greifen muss.

BLATTLÄUSE

Eine Mischung aus Wasser und etwas Spülmittel, in eine Sprühflasche gefüllt, ist ein altbewährtes Mittel gegen Blattläuse. Einfach die befallenen Triebe damit einsprühen – die Seife setzt die schützende Wachsschicht der Läuse außer Kraft. Wichtig: Nicht in der prallen Mittagssonne anwenden, sonst drohen Blattschäden.

MEHLTAU (WEISSER BELAG AUF BLÄTTERN)

Eine Lösung aus einem Teil Milch und neun Teilen Wasser, regelmäßig auf die Blätter gesprüht, kann den Pilzbefall eindämmen. Vorbeugend hilft vor allem ausreichender Pflanzabstand – Mehltau liebt feuchte, schlecht belüftete Bedingungen.

SCHNECKEN

Schneckenkorn auf Eisenphosphat-Basis ist eine umweltschonende Variante, die für Haustiere weniger bedenklich ist als ältere Mittel. Alternativ: Bierfallen (flache Schalen mit Bier, eingegraben) locken Schnecken an – allerdings ziehen sie auch Schnecken aus der Nachbarschaft an, also mit Bedacht einsetzen.

GELBE BLÄTTER – NICHT IMMER EIN SCHÄDLING

Gelbe untere Blätter sind oft kein Krankheitszeichen, sondern ein Hinweis auf Nährstoffmangel (meist Stickstoff) oder unregelmäßiges Gießen. Bevor man nach Schädlingen sucht, lohnt sich daher immer erst ein Blick auf die Gießroutine und eine Kompostgabe.

DIE BESTE VORBEUGUNG: MISCHKULTUR

Monokulturen ziehen Schädlinge geradezu an. Werden verschiedene Pflanzenarten gemischt angebaut (z.B. Möhren neben Zwiebeln, Tomaten neben Basilikum), haben Schädlinge es schwerer, sich auszubreiten – und manche Pflanzenkombinationen wirken sogar gegenseitig abschreckend auf unerwünschte Insekten.

Grundsätzlich gilt: Ein gesunder, gut versorgter Boden ist die beste Versicherung gegen Schädlinge und Krankheiten. Gestresste Pflanzen sind anfälliger – ausgeglichene, gut gepflegte Pflanzen können vieles selbst abwehren.